Thermometer

Wie die Klimaanlage Ihre Psyche vor der Hitze schützt

Starke Hitze wirkt sich Studien zufolge negativ auf die menschliche Psyche aus, von erhöhter Aggression bis hin zu Depressionen. Eine Klimaanlage kann daher nicht nur körperlichen, sondern auch mentalen Auswirkungen von Hitze vorbeugen.

Wenn das Thermometer in ungeahnte Höhen steigt, ächtzen wir unter der Hitze. Der Alltag wird mitunter zur Qual, zudem kann es bei weit über 30 Grad aber auch wirklich ernst für die Gesundheit werden – sowohl physisch als auch psychisch. Vor allem die Auswirkungen von großer Hitze auf den Körper und deren Gefahren sind uns geläufig. Bei ungenügend Flüssigkeitszufuhr kann uns die erhöhte Schweißproduktion dehydrieren. Bleiben wir zu lange ungeschützt in der Sonne, droht ein Sonnenstich. Risikogruppen wie ältere Menschen, Kinder oder Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind in heißen Sommern besonders gefährdet. Laut dem Hitze-Mortalitätsmonitoring der AGES forderte die lang andauernde Hitze 2018 in Österreich 766 Todesopfer.

Angststörungen und Panikattacken als psychische Auswirkungen von großer Hitze

Diese Komponente ist aber nur ein Problem. „Hitze beeinträchtigt nicht nur unseren Körper und unseren Geist, die Konzentrationsfähigkeit etwa, auch unsere Seele ist belastet“, sagt Prof. Hans-Peter Hutter im Magazin 1. „Wir haben in unseren Studien gesehen, dass bestimmte Risikogruppen mehr Ängste haben und auch depressive Verstimmungen“, so der Umweltmediziner der MedUni Wien und Mitautor des Buchs „Klimawandel und Gesundheit“. Demnach seien etwa Menschen, die alleine leben, die nicht mehr so mobil sind oder die bereits Grunderkrankungen haben, stark betroffen. „Diese Menschen sitzen dann zuhause, es geht ihnen schlecht und sie sehen beim Blick auf die nächsten Tage: Diese Hitzewelle hört ja überhaupt nicht auf. Es beginnen sich Befürchtungen aufzubauen, Ängste. Was mache ich, wie überstehe ich das?“, erläutert Hutter.

Wer bereits unter psychischen Problemen leidet, wird durch die Hitze noch einmal zusätzlich belastet. Menschen mit Angst- oder Panikstörungen etwa tun sich schwer damit, Symptome wie Kurzatmigkeit oder leichte Kreislaufprobleme auf die Hitze zurückzuführen, stattdessen häufen sich die Panikattacken. „Denn bei der geringsten Abweichung von der Norm setzt eine Angstkette ein, und das Gehirn schlägt sofort Alarm“, erklärt Josef Schörghofer, Leiter der psychosozialen Information des PSD, gegenüber ORF.at. Auf Menschen mit Belastungsstörungen und Depressionen wirken schönes Wetter, Helligkeit und Sonne im Grunde stimmungsaufhellend. „Durch die Hitze wird dieser Effekt aber entweder nivelliert oder kippt ins Negative“, so Schörghofer. Zudem steige in Hitzewellen die Zahl von Schlafstörungen.

Erhöhte Aggression bei Hitze

Die Psychologie widmet sich auch intensiv dem Verhältnis von Hitze und Aggressionen. Untersuchungen des US-Forschers Craig Anderson, der sich seit Jahren mit der sogenannten Heat Hypothesis beschäftigt, belegen etwa, dass Menschen mit der Hitze launenhafter und potenziell feindseliger werden. Eine Analyse Andersons zeigt, dass bei erhöhten Temperaturen ein Anstieg der Gewaltverbrechen zu verzeichnen ist, ab 32 Grad etwa mehr Fälle von häuslicher Gewalt sowie Beleidigung und Körperverletzung auftreten.

Auch wenn dies nicht nur auf die direkten, sondern auch auf indirekte Auswirkungen der Hitze zurückzuführen ist, bekommt er Schützenhilfe aus der Medizin bzw. Biologie. Bei Hitze wird das Hormon Vasopressin verstärkt ausgeschüttet, erklärt Hanns-Christian Gunga, Mediziner an der Charité Berlin, gegenüber Deutschlandfunk. „Und man weiß, dass dieses Hormon deutlich die Aggression von Personen erhöht." Hinzu komme laut Gunga ein weiterer Faktor. „Bei 38 oder 39 Grad machen Sie deutlich mehr Fehler. Und mit diesen Fehlern erhöht sich auch die Aggression, weil der Mensch nicht gerne Fehler macht.“

Hitzebelastung nimmt in Zukunft weiter zu

Mit der Zunahme der heißen Sommertage in unseren Breitengraden werden auch die geschilderten Symptome und gesundheitlichen Probleme im Zusammenhang mit großer Hitze immer stärker ersichtlich. Langfristig ist ein weiterer Anstieg der Hitzebelastungen zu erwarten, denn Prognosender zufolge wird sich die Dauer einer Hitzewelle bis 2050 verdoppeln. Während eine durchschnittliche Hitzewelle mit Temperaturen über 30 Grad in Wien aktuell drei bis fünf Tage dauert, wird sich dies künftig auf sechs bis zehn Tage erhöhen. „Und bis ins Jahr 2100 wird sich die Anzahl der Hitzetage sogar verzehnfachen. Dann sind Hitzewellen mit Tropennächten mit sogar wochenlanger Dauer möglich. Zusätzlich mit höheren Temperaturen als heute“, erklärt Hutter. Aussichten, die nach langfristigen Lösungen schreien. 

Schutzmaßnahmen gegen die Hitze notwendig

Vor allem in den Städten können Maßnahmen wie beispielsweise vertikale und horizontale Begrünungen an Gebäudefassaden oder durch mehr Bäume und Parks für Abkühlung sorgen. Während man bei solchen größeren Projekten von der jeweiligen Kommunalpolitik und -verwaltungen abhängig ist, lässt sich auf privater, persönlicher Ebene unter anderem mit Klimaanlagen der Hitzebelastung gegensteuern. Eine auf ein Normalmaß regulierte und als angenehm empfundene Raumtemperatur trägt dazu bei, Körper, Geist und Seele nicht heißlaufen zu lassen, denn zu hohe Temperaturen mindern unsere Leistungsfähigkeit. Somit kann eine moderne, professionell eingebaute Klimaanlage einen Beitrag zum eigenen Wohlbefinden und der physischen und mentalen Gesundheit leisten. Mobile Klimageräte hingegen sorgen selbst wieder für Wärmeentwicklung in der unmittelbaren Umgebung, belasten das Klima durch den hohen Stromverbrauch zusätzlich und bergen darüber hinaus Risiken, insbesondere in Kombination mit Gasthermen.

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