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Mobiles Klimagerät kaufen - ja oder nein?

Erfahren Sie mehr über die Vor- und Nachteile von mobilen Klimageräten und welche energieeffizienten Alternativen es auf dem Markt gibt.

Lohnt sich die Anschaffung eines mobilen Klimageräts?

Spätestens wenn die Temperaturen wieder jenseits der 30°C klettern, und es auch abends bei offenem Fenster nicht mehr merklich abkühlt, kommt man am Gedanken an die Anschaffung einer Klimaanlage nicht vorbei. Aufwand und Kosten sind jedoch für viele ein rotes Tuch. Besonders in Mietwohnungen sträubt sich der Vermieter nicht selten gegen bauliche Veränderungen. Daher entscheiden sich viele für ein mobiles Klimagerät, das sich ganz ohne Vorinstallation verwenden lässt. Was sich sehr nützlich anhört weist in der Praxis aber afuch einige Nachteile auf. Wir erklären Ihnen die Pros und Kontras von mobilen Klimaanlagen und welche Alternativen sich anbieten.

Kosten bei mobilen Klimageräten und Split-Klimaanlagen

In Österreich haben wir als Gesellschaft vergleichsweise wenig Erfahrung mit Klimaanlagen. Wir kennen Sie meist aus Hotels und dem Urlaub in südlicher gelegenen Ländern. Die Sommer der letzten Jahre veranlassen nun aber auch immer mehr Österreicher und Österreicherinnen dazu, ihr Zuhause mit einer Klimaanlage nachzurüsten. Als schnelle Lösung, sozusagen die Hitze-Erste-Hilfe, erscheint vielen ein mobiles Klimagerät sinnvoll. Es ist oft ein erster Einstieg in die Klimatisierung der eigenen vier Wände, auch ob des vergleichsweise günstigen Anschaffungspreises.

Die Arbeiterkammer führte im Rahmen eines Tests einen Vergleich der Anschaffungskosten zwischen mobilen Klimageräten und Split-Klimaanlagen durch. Für die Anschaffung einer Split-Klimaanlage nahm die Arbeiterkammer eine beispielhafte Wohnung mit 90 Quadratmetern (in einer Ebene) und Balkon/Terrasse an. Die Mindestkosten für ein Innen- und Außengerät betrugen im Test zwischen 859 und 2.180 Euro, im Durchschnitt lagen sie bei 1.579 Euro. Geräte zuverlässiger, renommierter Marken waren dabei etwas teurer, zudem richtete sich der Preis nach etwaigen zusätzlichen Funktionen, wie Programmierbarkeit, speziellen Einstellungen, Schlafmodus, etc. Inklusive Lieferung und Montage der Klimaanlage fielen im Test Kosten zwischen 1.590 und 3.750 Euro an, durchschnittlich lagen sie bei 2.482 Euro. Für die Anschaffung eines mobilen Klimageräts wurde im Test von einem zu kühlenden Raum mit einer Fläche von 25 bis 30 Quadratmeter sowie drei Meter Höhe ausgegangen. Der Preis für ein entsprechendes mobiles Klimagerät betrug zwischen 239 und 689 Euro. Im Durchschnitt belief er sich auf 512 Euro.

Hinsichtlich Anschaffungskosten hat ein mobiles Klimagerät also die Nase vorne. Die Entwicklung der letzten Jahre deutet allerdings darauf hin, dass die Hitzetage und heißen Sommer auch in Österreich von Einzelfällen zum Dauerthema werden. Der Bedarf einer Klimatisierung des eigenen Zuhauses wird daher weiter zunehmen – und langfristig betrachtet zeigt sich bezüglich der Kosten ein anderes Bild.

Flexible Lösung - wenig Effizienz 

Ein mobiles Klimagerät eignet sich besonders dann, wenn Sie keine fixe Installation einer Klimaanlage vornehmen können oder möchten. Monoblock Geräte bestehen, wie der Name bereits verrät, aus nur einem Gerät, sodass die Wärme direkt vom sich im Raum befindlichen Gerät abgegeben wird und durch einen Abluftschlauch über das offene Fenster nach draußen transportiert werden muss. Das bringt den Nachteil mit sich, dass durch das geöffnete Fenster wieder warme Luft von draußen in den Innenraum nachströmt und das Klimagerät diese erneut kühlen muss. Je nach Lage der Wohnung oder des Hauses erhöht sich durch das offene Fenster auch die Einbruchgefahr. Des weiteren verfügen Mobile Klimaanlagen über eine geringere Kühlleistung als fix verbaute Split-Klimageräte. Es handelt sich somit um ein sehr ineffizientes System mit einem hohen Stromverbrauch.

Energieeffiziente Lösungen - der Umwelt zuliebe

Split-Klimaanlagen bestehen hingegen aus einem Innengerät, dem Wärmetauscher, und einem Außengerät, dem Kompressor. Beide Einheiten sind durch eine Kühlmittelleitung, eine Kondenswasserleitung und durch Stromkabel miteinander verbunden. Das Innengerät gibt die Wärme des Raumes an die Kühlmittelflüssigkeit ab, diese verdampft und wird zur Außeneinheit transportiert. Der Kondensator kühlt dann das Kühlmittel, sodass es sich wieder verflüssigt. Da die Kühlung vom Außengerät übernommen wird, können Innengeräte von Split-Systemen im Flüsterbetrieb mit nur 19 Dezibel arbeiten, was sie wesentlich leiser macht als mobile Geräte, die bis zu 64 Dezibel erreichen. Die Innengeräte im Daikin-Sortiment verfügen indes über einen speziellen Indoor-Modus, der sich durch einen außergewöhnlich niedrigen Geräuschpegel auszeichnet, vergleichbar mit dem kaum zu hörenden Rauschen von Blättern im Wind.

Betriebskosten: Mobiles Klimagerät vs. Split-Klimaanlage

Hinzu kommt eine deutlich bessere Kühlleistung der Split-Klimaanlagen bei einem sehr sparsamen Betrieb. EU-weit gibt es eine einheitliche Kennzeichnungspflicht für alle Klimageräte ab einer Kälteleistung von 12 kW. Das kommt vor allem bei großen Räumen zum Tragen, wenn Monoblock Geräte den Raum nicht ausreichend kühlen können. Orientieren Sie sich vor dem Kauf daher am besten an den 7 Energieeffizienzklassen D bis A+++, wobei letztere die höchste Effizienzklasse darstellt. Bereits zwischen Geräten der Klasse B und Klasse A+++ können bis zu 40 Prozent Unterschied in der Effizienz liegen.

Was das in nackten Zahlen bedeutet, verdeutlichte etwa die deutsche Stiftung Warentest anhand eines 14 Quadratmeter großen Prüfraums. Top-Split-Klimaanlagen kühlten selbigen in weniger als zehn Minuten von 35 auf 25 Grad Celsius ab. Die getesteten mobilen Klimageräte benötigten dafür zwischen 45 und 106 Minuten. Auch beim Energieverbrauch und den damit verbundenen Kosten zeigte sich ein deutlicher Unterschied.

Die Stiftung Warentest berechnete für Splitgeräte, die in der Regel dauer­haft im Einsatz sind und in der Über­gangs­zeit auch heizen, die Stromkosten pro Jahr. In einem Szenario mit unterschiedlichen Außen­temperaturen klimatisierte ein Split-Gerät den Prüfraum mit knapp 38 Euro am güns­tigsten. Für die mobilen Mono­block­geräte, die in der Regel nur vereinzelt an besonders heißen Tagen eingesetzt werden, ermittelte die Stiftung Warentest die Strom­kosten für 300 Betriebs­stunden mit nied­rigster Soll­temperatur und höchster Lüfter­stufe. Das entspricht einem Einsatz von je fünf Stunden an 60 Tagen. Für diesen Zeitraum von rund zwei Monaten zahlen Nutzer der Berechnung zufolge mit dem „stromhung­rigsten“ mobilen Mono­block bis zu 84 Euro.

Vergleichen lohnt sich daher auf jeden Fall. Energiesparen schont nicht nur Ihren Geldbeutel langfristig, sondern ist auch ein wichtiger Faktor für unsere Umwelt.

Kohlenmonoxid-Gefahr durch Mobile Klimageräte 

Ein weiterer stark unterschätzter Faktor bei mobilen Klimageräten ist ihre Auswirkung auf den Lufthaushalt des Innenraums. Ein Monoblock Gerät saugt warme Luft an und gibt kalte Luft wieder ab, ein nicht unwesentlicher Teil der angesaugten Luft wird jedoch als Abluft durch den Schlauch nach draußen transportiert. Wenn nicht genügend Frischluft in den Raum nachströmen kann, kommt es zu einer Einschränkung der Verbrennungsluftzufuhr für Gasheizgeräte wie etwa Thermen, was einen Abgasrückstau und die Bildung von Kohlenmonoxid zur Folge haben kann. Kohlenmonoxid ist ein farb- und geruchloses Gas, das daher oft lange nicht bemerkt wird und bei entsprechender Konzentration tödlich sein kann.

Nicht zuletzt der Sommer 2019 zeigte mit mehreren Fällen in Wien, wozu die Kombination aus Gasthermen und mobilen Klimageräten führen kann. Experten, etwa von der Feuerwehr, warnten eindringlich davor, in Wohnungen mit Gasthermen Geräte zu verwenden, die Luft aus der Wohnung saugen. Neben eingebauten Ventilatoren und Dunstabzugshauben handelt es sich dabei auch um mobile Klimageräte. Die Stadt Wien warnte in einer Aussendung ebenfalls davor, dass in der Wohnung ein Unterdruck entstehen könne, und sprach sich für ein fix montiertes, von Fachleuten installiertes Split-Klimagerät anstatt mobiler Klimageräte aus. Regelmäßiges Lüften und das Anbringen eines Kohlenmonoxid-Melders sind wichtige Maßnahmen, um die Gefahr einzudämmen, nicht jedoch um sie zur Gänze auszuschließen.

Mobile Klimaanlage oder Split-Klimaanlage?

Mobile Klimaanlagen werden von vielen für ihre flexible und einfache Anwendung geschätzt. Eine langfristige Lösung sollten sie jedoch nicht darstellen. Wer auf Dauer Kosten und Energie sparen möchte und nach einer sicheren Klimalösung für sein Zuhause oder Unternehmen sucht, der lässt sich besser hinsichtlich einer Split- oder Multisplit-Klimaanlage beraten. In der Anschaffung sind diese zwar etwas teurer, dafür aber im Betrieb wesentlich sparsamer. Dank innovativer Regelungssysteme über eine App können Sie Ihre Innengeräte von überall aus individuell steuern, wodurch ein möglichst effizienter Einsatz gewährleistet werden kann. Auch bezüglich des Installationsprozesses brauchen Sie keine Bedenken zu haben. Erfahrene Kältetechniker installieren das System binnen weniger Stunden. Lassen Sie sich von Experten beraten. Unsere Daikin-Fachpartner erstellen Ihnen individuelle Pläne für Ihr Gebäude und berechnen die notwendige Kühlleistung. Die richtige Platzierung von Innen- und Außengerät sorgen nicht nur für einen effizienten Betrieb, sondern erleichtern auch die Wartung Ihrer Klimaanlage.

Informieren Sich sich jetzt über Daikin Klimalösungen für Ihr Gebäude oder Unternehmen und kontaktieren Sie uns für maßgeschneiderte Systeme. Schauen Sie dazu einfach im Daikin Flagship-Store vorbei oder kontaktieren Sie einen Daikin-Fachpartner in Ihrer Nähe.

Mobiles Klimagerät und Split-Klimaanlage im direkten Vergleich

  Mobiles Klimagerät Split-Klimaanlage
Anschaffungskosten günstige Anschaffungskosten etwas teurer in der Anschaffung
Betriebskosten hoher Energieverbrauch, hohe Stromkosten langfristiger günstiger im Betrieb
Kühlleistung eingeschränkte Kühlleistung kühlt schneller und effizienter
Installation Plug and Play Installation muss vom Fachmann durchgeführt werden
Optik frei im Raum stehend, unschöner Schlauch lässt sich in Interieur fast unsichtbar einbetten
Lautstärke bis zu 64 dB niedrige Schallpegel von nur 19 dB(A) möglich