Wie funktioniert eine Wärmepumpe?
Die Wissenschaft hinter energiesparsamem Wohnkomfort
Dass es Wärmepumpen gibt und sie höchst effizient sind, ist dir bestimmt schon bekannt. Aber wie funktioniert eine Wärmepumpe eigentlich im Detail?
Vielleicht nutzt du aktuell noch einen klassischen Gasheizkessel und fragst dich, ob sich der Umstieg für dein Zuhause wirklich lohnt. Lange Zeit war die Gasheizung der Standard in unseren Kellern – verlässlich, aber eben abhängig von fossilen Brennstoffen und schwankenden Energiepreisen. Heute stehen viele Hausbesitzer vor der entscheidenden Frage: Wärmepumpe oder Gasheizung? Während ein herkömmlicher Gasheizkessel Wärme durch Verbrennung erzeugt, schlägt die Wärmepumpe einen viel cleveren Weg ein: Sie nutzt die bereits vorhandene, kostenlose Energie aus deiner direkten Umgebung. In Zeiten von Dekarbonisierung und dem Wunsch nach mehr Unabhängigkeit ist der Blick auf diese moderne Technik also genau der richtige Schritt für dich.
Je nach Art der Wärmepumpe unterscheiden sich die Funktionsweisen. Um dein Wissen aufzufrischen, haben wir hier nochmal alle wichtigen Informationen für dich zusammengefasst:
Eine moderne Wärmepumpenheizung entzieht der Umgebung thermische Energie und gibt diese als Nutzwärme an den Wohnraum ab. Im Gegensatz zu einem alten Gasheizkessel verbrennt sie keine Rohstoffe, sondern nutzt physikalische Prozesse.
Für die Installation kombiniert man ein leistungsstarkes Außengerät über eine Kältemittelleitung mit einem oder mehreren Innengeräten.
Eines haben alle Wärmepumpen-Systeme gemeinsam: Die Wärme, die aus Luft, Wasser oder Erde gewonnen wird, lässt das zuerst flüssige Kältemittel verdampfen. Dieses wird dann weiter transportiert, um etwa deinen Warmwasserspeicher zu beheizen oder um die Heizfunktion deiner Klimaanlage zu betreiben. Dort wird die Wärme des gasförmigen Kältemittels abgegeben und dieses verflüssigt sich wieder. Das Geniale daran: Dieser Kreislauf kann auch einfach umgekehrt werden – so kannst du im Sommer effizient kühlen statt heizen. Falls du dich speziell für die einzelnen Bauteile von Klimageräten interessierst, wirf gerne einen Blick in unseren Beitrag über Klimaanlagen.
Grundprinzip der Wärmepumpe: Energie wird transportiert statt erzeugt
Das wirklich Besondere an Wärmepumpen ist, dass sie Wärmeenergie transportieren können, statt sie mühsam durch Verbrennung (wie Gas oder Öl) erzeugen zu müssen. Eine Wärmepumpe extrahiert bereits vorhandene Energie aus Quellen wie der Luft, dem Erdreich oder auch Wasser und bringt diese lediglich in das Innere deines Gebäudes. Das funktioniert selbst bei sehr niedrigen Außentemperaturen hervorragend.
Das Wirkprinzip von Wärmepumpen ist mit dem von Kühlschränken identisch. Der einzige Unterschied besteht darin, dass dieser Prozess bei Kühlschränken nicht umgekehrt werden kann. Ein Kühlschrank entzieht seinem Inneren Wärme und gibt diese Wärme an die Luft in der Küche ab (und die nun kühle Luft verbleibt in seinem Inneren). Eine Wärmepumpe entnimmt der Außenluft Wärme und transportiert diese Wärme in das Innere des Gebäudes.
Da dieser Prozess auf bereits vorhandener Umweltwärme beruht, ist er unschlagbar effizient. In Zahlen: Für jede 1 kWh Strom, die du einsetzt, erhältst du 3 bis 5 kWh Wärme zurück. Das ist das bis zu Fünffache der eingespeisten Energie!
Für Hausbesitzer drückt sich diese hohe Effizienz in beachtlichen Energieeinsparungen aus, insbesondere bei Gebäuden mit hochwirksamer Wärmedämmung. Das ist auch der Grund dafür, dass Wärmepumpen weltweit mehr und mehr zur beliebtesten Technologie für das Heizen im Wohnbereich werden.
Die Hauptkomponenten einer Wärmepumpe
Alle Wärmepumpen für den Wohnbereich weisen vier unbedingt notwendigen Komponenten auf, die den Transport von Wärmeenergie ermöglichen.
Das Kältemittel: Das Arbeitsmedium, das die Wärme aufnimmt und transportiert.
Die Wärmetauscher: Der Verdampfer absorbiert die Umweltwärme, der Verflüssiger gibt sie wieder ab.
Der Verdichter (Kompressor): Er bringt das Kältemittel auf hohen Druck, wodurch die Temperatur stark ansteigt.
- Das Expansionsventil: Es mindert den Druck wieder, damit das Kältemittel abkühlt und der Kreislauf von vorn beginnen kann.
Schritt-für-Schritt: So funktioniert eine Wärmepumpe
Eine Wärmepumpe führt einen kontinuierlichen, in vier Schritten ablaufenden Kreisprozess aus.
- Schritt 1: Das Kältemittel im Inneren des Verdampfers absorbiert Wärmeenergie aus der Wärmequelle – Luft, Erdreich oder Wasser – und verdampft dadurch.
- Schritt 2: Der Verdichter bringt das Kältemittel auf einen höheren Druck und dadurch auch auf eine höhere Temperatur. Dabei erhöht sich die Wärmeenergiedichte des Kältemittels.
- Schritt 3: Diese Wärmeenergie wird durch einen Kältemittel- oder Wasserkreislauf und den Verflüssiger (bzw. Kondensator) in das Innere des Gebäudes transportiert.
- Schritt 4: Das Expansionsventil mindert den Druck und dadurch auch die Temperatur des Kältemittels, und das Kältemittel kann wieder den gesamten Kreisprozess von vorne durchlaufen.
Im Kühlbetrieb wird dieser Kreisprozess einfach umgekehrt.
Der moderne Gasheizkessel im Wandel der Gesetzgebung
Ein moderner Gasheizkessel arbeitet zwar dank Brennwerttechnik hocheffizient, bleibt jedoch dauerhaft von fossilen Brennstoffen abhängig.
Typen von Wärmepumpen: erdwärmegespeiste, luftgespeiste und wassergespeiste Wärmepumpen
Es gibt im Wesentlichen drei Wärmepumpen Arten, wie eine Wärmepumpe Energie gewinnen kann – je nachdem, ob sie die Wärme aus der Luft, dem Erdreich oder dem Wasser extrahiert. Hier erfährst du, welches System am besten zu deinem Zuhause passt:
Erdwärmepumpe
Erdwärmepumpen, auch als Sole-Wasser-Wärmepumpen oder Geothermie-Wärmepumpen bezeichnet, machen sich zum Heizen und Kühlen von Wohnbereichen die nahezu gleichbleibenden Temperaturen – von typischerweise 0 bis 10 °C – des Erdreichs zunutze. Das sorgt für ein extrem stabiles Betriebsverhalten über das ganze Jahr. Besonders für Regionen mit sehr kalten Wintern (bis zu -30 °C) weist dieser Typ entscheidende Vorteile auf.
Für dich bedeutet das: Du kannst bei den Heizkosten Senkungen von 40 bis 60 % erreichen – und das bei einer Nutzungsdauer von oft mehr als 20 Jahren. Dank des integrierten Wasserspeichers der Daikin Altherma Erdwärmepumpe steht dir zudem jederzeit ausreichend Warmwasser zur Verfügung.
Die Installation erfordert zwar etwas mehr Planung, zahlt sich aber langfristig aus:
Vertikale Erdwärmesonden: Wenn du wenig Platz auf dem Grundstück hast (Bohrung in die Tiefe).
Horizontale Erdwärmekollektoren: Wenn du eine größere Gartenfläche zur Verfügung hast (Verlegung unter der Grasnarbe).
Luft-Wasser-Wärmepumpe
Systeme dieser Art entziehen der Außenluft Wärme und leiten sie ebenfalls über das Kältemittel dem Heizsystems zurück. Hier gibt es zwei unterschiedliche Systeme: Hochtemperatur-Luft-Wasser-Wärmepumpen (heizen, Warmwasser) und Niedertemperatur-Luft-Wasser-Wärmepumpen (heizen, kühlen, Warmwasser).
Zum Heizen benötigen Luft-Wasser-Wärmepumpen keine fossilen Brennstoffe, sondern nutzen einfach die kostenlose Energie der Luft. Nutzen Sie in der Hitze des Sommers diese Wärmepumpe, um Ihr Zuhause zu kühlen! Hierbei wird die Energie erneuerbarer Quellen effizient genutzt.
Heizen, kühlen und die Nutzung von Warmwasser werden mit diesem effizienten Wärmepumpen-System kostengünstig angeboten.
Luft-Luft-Wärmepumpe
Im Gegensatz zur Luft-Wasser-Variante benötigt dieses System keine Wasserleitungen oder Heizkörper. Die Luft-Luft-Wärmepumpe entzieht der Außenluft Wärme und gibt sie als warme oder kühle Luft direkt in deine Wohnräume ab – man kennt sie auch als klassische Split-Klimaanlage mit hocheffizienter Heizfunktion.
Hier sind die Vorteile, die perfekt zu deinem flexiblen Lebensstil passen:
Schnelligkeit: Da die warme Luft direkt in den Raum strömt, genießt du innerhalb weniger Minuten deine Wunschtemperatur.
Einfache Nachrüstung: Da keine Wasserrohre verlegt werden müssen, lässt sich die Daikin Luft-Luft-Wärmepumpe besonders einfach und ohne große Baustelle in deinem Zuhause installieren.
Flexibilität: Du hast die Wahl zwischen Split-Systemen (für einen Raum) oder Multisplit-Systemen, bei denen du bis zu fünf Räume individuell und unabhängig voneinander klimatisieren kannst.
Zum Heizen nutzt du auch hier die kostenlose Umweltluft und sparst massiv CO2. Im Sommer verwandelt sich das System in eine vollwertige Klimaanlage, die deine Räume nicht nur kühlt, sondern auch entfeuchtet. Das Heizen und Kühlen wird dir mit diesem flexiblen System äußerst kostengünstig angeboten – ideal für alle, die eine schnelle und smarte Lösung suchen.
Wasser-Wasser-Wärmepumpe
Wassergespeiste Wärmepumpen tauschen Wärmeenergie mit einem Wasserkörper aus, z. B. mit dem Grundwasser, einem See oder einem Teich. Diese Systeme zählen zu den energieeffizientesten Lösungen überhaupt, da Wasser auch im tiefsten Winter eine sehr konstante und vergleichsweise hohe Temperatur bietet.
Die Nutzung erfolgt meist über eine Brunnenbohrung (Förder- und Schluckbrunnen). Wassergespeiste Systeme eignen sich ideal für Gebäude mit hohem Energiebedarf oder Wohnkomplexe, da sie eine sehr präzise Temperaturregelung und extrem niedrige Betriebskosten ermöglichen. Wenn du Zugang zu Grundwasser hast, ist dies oft die effizienteste Art, nachhaltig zu heizen und zu kühlen. Lass dich für weitere smarte Lösungen in unserem Daikin Blog inspirieren.
Vergleich zwischen Luft-Wasser- und Luft-Luft-Wärmepumpen
| Art der Wärmepumpe | Luft-Wasser-Wärmepumpe | Luft-Luft-Wärmepumpe |
| Üblicher Verwendungszweck | Erwärmen von Wasser zum Speisen von Heizkörpern, Fußbodenheizungen und Warmwasserspeichern | Direktes Heizen bzw. Kühlen der Luft in Wohnbereichen |
| Typ der Heizung | Nieder-, Mittel- oder Hochtemperaturheizung, Heizen durch Heizwärmetauscher | Unmittelbares Heizen bzw. Kühlen der Raumluft |
| Möglichkeit eines Kühlbetriebs | Üblicherweise gesondertes System erforderlich | Möglichkeit des Kühlbetriebs integriert |
| Komplexität der Installation | Recht komplex, da Installateurarbeiten erforderlich | Einfach und recht kompakt |
| Integration mit vorhandenem System | Kann ggf. bereits vorhandene Heizkörper und/oder Fußbodenheizungen nutzen | Kann als Einzel- oder Multi-System installiert werden |
| Platzbedarf | Höher, Platz für Wasserspeicher/-leitungen erforderlich | Kompakt, keine Wasserspeicher erforderlich |
| Warmwasser für Haushalt | Standardmerkmal | Optional, wenn Hersteller Kombination mit Warmwasserspeicher zulässt |
| Am besten geeignet für | Neubau und Modernisierung | Wohnbereiche, die schnelles, flexibles Heizen und Kühlen wünschen |
Wie energieeffizient sind Wärmepumpen? Was besagt der SCOP-Wert?
Die „Saisonale Arbeitszahl“ im Heizbetrieb (SCOP, Seasonal Coefficient of Performance) ist eine Kennzahl zum Betriebsverhalten von Wärmepumpen. Diese Zahl gibt das Verhältnis von abgegebener Wärmeenergie zur verbrauchten Elektroenergie über eine gesamte Heizsaison hinweg an – also wie viel muss ich hineingeben, um wie viel herauszubekommen – und ist daher ein Maß für die Energieeffizienz einer Wärmepumpe.
Gibt die Wärmepumpe z. B. bei einem Verbrauch von 1 kWh an Elektroenergie an die 4 kWh an Wärmeenergie ab, beträgt der SCOP-Wert „4“. Das entspricht einer Effizienz von 400 %.
Zudem kannst du anhand einiger weniger Schritte dafür sorgen, dass dein Wärmepumpensystem so effizient wie nur möglich arbeitet. Ausführliche Informationen dazu findest du unter Fünf Möglichkeiten zum Optimieren einer Luft-Luft-Wärmepumpe in diesem Artikel.
Energieeffizienz von Wärmepumpen im Vergleich zu Gas-Brennwertkessel
Planst du gerade den Umstieg von einem alten Gas-Brennwertkessel auf eine moderne Wärmepumpe? Dann ist der direkte Vergleich der Wirkungsgrade besonders spannend. Während Daikin Wärmepumpen spielend eine Effizienz von 300 % bis 400 % erreichen (also aus 1 kWh Strom bis zu 4 kWh Wärme machen), stoßen herkömmliche Heizsysteme physikalisch an ihre Grenzen. Selbst modernste Gas-Brennwertkessel erreichen typischerweise nur Wirkungsgrade zwischen 99 % und 109 %.
Heizen und Kühlen mit ein und demselben System
Wie bereits erwähnt, ist das Wunderbare an einer Wärmepumpe, dass der Heizprozess umgekehrt werden kann. Dadurch ist im Sommer ein wirkungsvolles Raumkühlen möglich, und du benötigst keine gesonderte Klimaanlage.
Das ist ideal für Europa, da in diesen Ländern über das gesamte Jahr hinweg neben einem Bedarf an Heizen auch ein Bedarf an Kühlen besteht, insbesondere bei immer wärmer werdenden Sommern. Die meisten Wärmepumpen können problemlos mit Solaranlagen kombiniert werden. Das senkt die Kosten für Elektroenergie nochmals, besonders im Sommer.
Kältemittel und Gefahrlosigkeit von Wärmepumpen
Kältemittel dienen als Transportmedium in Wärmepumpen. Diese Kältemittel wechseln zwischen den Zuständen „flüssig“ und „gasförmig“ und transportieren dabei Wärmeenergie. Diese speziellen Stoffe oder Stoffgemische passieren auf ihrem Weg durch den Kreisprozess Wärmetauscher. Im niederdruckseitigen Wärmetauscher verdampft das Kältemittel und nimmt dabei Wärmenergie auf, und im hochdruckseitigen Wärmetauscher gibt das Kältemittel diese Wärmenergie wieder an ein anderes Medium ab.
Die sicherheitstechnischen Anforderungen sind vom konkreten Typ der Wärmepumpe abhängig. Aus diesem Grund müssen Techniker, die mit Wärmepumpen umgehen, in den entsprechenden Verfahren geschult und zertifiziert sein.
Fördermittel für Wärmepumpen
Der Staat unterstützt den Abschied vom Gasheizkessel. In vielen Regionen gibt es attraktive Förderungen, die einen Großteil der Investitionskosten decken. Da sich die Programme oft ändern, beraten wir dich gerne zu den aktuellen Möglichkeiten für deine neue Wärmepumpe. Ausführliche Informationen über dieses Thema findest du in unserem Leitfaden Förderprogramme zu Wärmepumpen.
Checkliste: Was du bei der Installation beachten solltest
Die Planung ist das A und O. Je nachdem, für welchen Typ du dich entscheidest, gibt es ein paar Punkte zu beachten:
- Lärmschutz: Keine Sorge, moderne Außengeräte sind leise. Mit einem Schallpegel von etwa 40 bis 60 Dezibel sind sie vergleichbar mit einer leisen Unterhaltung. Wir helfen dir dabei, den optimalen Standort zu finden, damit weder du noch deine Nachbarn gestört werden.
Baurecht: Abhängig von der Region ist die Installation einer Wärmepumpe in Österreich genehmigungspflichtig. Wir empfehlen dir, bei deiner Baubehörde zu prüfen, ob es spezielle Abstandsregeln gibt – besonders bei denkmalgeschützten Gebäuden.
Platzbedarf: Die Inneneinheiten sind meist so kompakt wie ein herkömmlicher Heizkessel. Je nach Modell planen wir gemeinsam ein, ob du zusätzlich einen Warmwasserspeicher benötigst.
Wärmedämmung: Damit dein System so effizient wie möglich arbeitet, führen wir vorab eine Heizlastberechnung durch. Eine gute Dämmung hilft deiner Wärmepumpe dabei, ihre volle Stärke auszuspielen.
- Fachbetrieb: Die Installation muss von einem Fachmann / Fachfrau durchgeführt werden.
Intelligente Regelungen und Zonen-Betrieb
Ein weiterer Vorteil von Wärmepumpen ist, dass Wärmepumpen in intelligente Smart-Home-Systeme wie Google Home integriert werden können. Dadurch kannst du den Wohnkomfort in deinem Zuhause auf deinen Lebensstil abstimmen.
Du kannst persönliche Zeitpläne programmieren, Einstellungen aus der Ferne ändern, verschiedene Bereich in deinem Zuhause individuell heizen und den Energieverbrauch in Echtzeit überwachen.
Hoch entwickelte Systeme passen Vorlauftemperaturen automatisch an die Wetterbedingungen an. Dadurch wird die maximale Energieeffizienz erreicht, ohne dass du überhaupt darüber nachdenken musst.
Erfahre mehr über die Daikin Optionen für intelligente Regelungen, die dir das Erreichen des gewünschten Wohnkomforts vereinfachen.
Kosten, Wartung und Lebensdauer
Eine Wärmepumpe ist eine langfristige Investition in die Zukunft deines Zuhauses. Damit du genau planen kannst, werfen wir hier einen Blick auf die Anschaffungskosten, den geringen Wartungsaufwand und die beeindruckende Lebensdauer unserer Systeme.
Kosten einer Wärmepumpe
Die Kosten für Anschaffung und Installation einer Wärmepumpe sind stark vom Typ der Wärmepumpe abhängig. Die Betriebskosten hingegen sind äußerst gering. Eine Wärmepumpe hat sich, in Abhängigkeit von Klimabedingungen, Energiepreisen und in Anspruch genommenen Förderungen, meist schon in 5 bis 10 Jahren bezahlt gemacht.
Erkunde anhand dieses beispielhaften Vergleichs von Betriebskosten von Wärmepumpen und von Gas-Brennwertkesseln die dank einer Wärmepumpe erzielbaren Kosteneinsparungen.
Instandhaltung und Nutzungsdauer einer Wärmepumpe
Wärmepumpen sind unglaublich robust. Ein in Europa hergestelltes Gerät begleitet dich typischerweise bis zu 20 Jahre lang – Erdwärmesysteme sogar bis zu 25 Jahre. Damit alles reibungslos läuft, empfehlen wir eine jährliche Wartung durch einen Fachbetrieb. Dabei prüfen wir den Kältemittelkreis, reinigen die Wärmetauscher und führen eine Feinabstimmung durch, damit deine Heizung immer mit maximaler Effizienz arbeitet.
Ist eine Wärmepumpe für dein Zuhause geeignet?
Wärmepumpen eignen sich für eine Vielfalt von Gebäudetypen – angefangen bei modernen Neubauprojekten bis hin zur Modernisierung historischer Gebäude.
Neubauten: Im Rahmen eines Neubauprojekts hast du die Möglichkeit, deine Haustechnik optimal auf dein zukünftiges Zuhause auszulegen. Dazu gehören auch sämtliche möglichen Kombinationen aus erneuerbaren Energien wie Photovoltaikanlagen und Ladesysteme für Elektrofahrzeuge.
Umrüstung: Viele Typen von Gebäuden wie frei stehende Häuser, Doppelhaushälften, Reihenhäuser und Mehrfamilienhäuser können auf Wärmepumpen umgerüstet werden.
Abgelegene Gebäude: Besonders für abgelegene Gebäude ohne Anschluss an das Gasnetz stellen Wärmepumpen eine hervorragende Lösung dar. Dank Wärmepumpe bist du nicht mehr von Öl abhängig, und du kannst deine Heizkosten signifikant senken.
Erfahre mehr in unserem Leitfaden zur Eignung von Wärmepumpen für Bestandsgebäude.
Wärmepumpen und Dekarbonisierung
Einer der Hauptgründe für die hohe Akzeptanz von Wärmepumpen liegt in der im Vergleich zu mit fossilen Brennstoffen betriebenen Heizsystemen signifikant niedrigeren Emission von Treibhausgasen.
Die Gemeinsame Forschungsstelle der EU hat errechnet, dass ein Austausch von einem Drittel der in europäischen Wohngebäuden vorhandenen 86 Millionen mit fossilen Brennstoffen betriebenen Kesseln letztendlich zu einer Senkung des Energieverbrauchs durch Privathaushalte um 36 % und der CO₂-Emissionen um 28 % führen würde.
Die über ganz Europa hinweg vorhandenen Wärmepumpeninstallationen vermeiden schon heute den Verbrauch von jährlich 5,5 Milliarden Kubikmetern an Gas und die Emission von jährlich 112 Megatonnen an CO₂.
Die ideale Kombi: Wärmepumpe trifft Photovoltaik
Willst du deine Energiekosten noch drastischer senken und die Kraft der Sonne voll ausnutzen? Dann solltest du über die Kombination deiner Wärmepumpe mit einer Photovoltaik-Anlage (PV) und einem Batteriespeicher nachdenken. So erschaffst du ein „Nahezu-Nullenergiehaus“ und genießt eine Energieautarkie, die früher undenkbar war.
Das Prinzip ist so einfach wie genial: Deine PV-Anlage produziert tagsüber kostenlosen Ökostrom, den deine Wärmepumpe direkt nutzt, um dein Haus zu heizen oder Warmwasser zu bereiten. Da moderne Daikin Wärmepumpen „SG Ready“ (Smart Grid Ready) sind, kommunizieren sie intelligent mit deiner Solaranlage. Wenn die Sonne scheint und ein Energieüberschuss entsteht, lagert deine Wärmepumpe diese Energie einfach als Wärme in deinem Wasserspeicher oder im Estrich deiner Fußbodenheizung zwischen – wie ein thermischer Akku für die Nacht.
Europäische Haushalte, die bereits auf dieses Duo setzen, sparen oft zwischen 60 % und 84 % ihrer Energiekosten. In Ländern wie Deutschland, Österreich oder Italien bedeutet das eine jährliche Ersparnis von bis zu 3.700 € pro Haushalt. Dein Haus wird so quasi zu deinem eigenen kleinen Kraftwerk, das dich unabhängiger von schwankenden Strompreisen macht und gleichzeitig den Wert deiner Immobilie nachhaltig steigert.
Fallstudie: ein durch Wärmepumpe geheiztes Einfamilienhaus
Im Jahr 2023 löste Familie Schmidt in Bayern den 15 Jahre alten Gas-Brennwertkessel durch ein luftgespeistes Daikin Wärmepumpensystem ab und konnte dadurch bemerkenswerte Steigerungen beim Wohnkomfort und enorme Kosteneinsparungen erzielen.
Zuvor verbrauchte das im Jahr 1995 erbaute frei stehende Wohnhaus mit einer Wohnfläche von 150 m² und einer erst vor kurzem modernisierten Wärmedämmung jährlich 18.000 kWh für das Heizen. Das kostete jährlich 1.800 €. Die eigentlich 12.000 €, jedoch dank Fördermittel der deutschen KfW, nur noch 4.500 € teure Wärmepumpeninstallation verbraucht nun nur noch 6.000 kWh Elektroenergie pro Jahr.
Dank des Grüne-Energie-Tarifs von 0,28 €/kWh sanken die Heizkosten auf jährlich 1.680 €.
Die Familie erfreut sich nun an im ganzen Haus gleichmäßigen Raumtemperaturen. Als Bonus kam noch die Möglichkeit des Kühlbetriebs im Sommer hinzu, wodurch die bisher genutzten mobilen Klimageräte unnötig wurden. Besonders schätzt Frau Schmidt die Möglichkeit der Überwachung und Bedienung mittels Smartphone-App. Nun kann Frau Schmidt die Heizung aus der Ferne auf die Wunschtemperatur einstellen, bevor sie von der Arbeit in ihrem Zuhause ankommt.
Zum Integrieren des Systems mit den bereits vorhandenen Heizkörpern mussten lediglich die Thermostaten modernisiert werden, und die gesamte Installation war in nur zwei Tagen erledigt.
Zu einigen weit verbreiteten Mythen zu Wärmepumpen
Einige weit verbreitete Mythen zu Wärmepumpen halten sich hartnäckig, obwohl bereits widerlegt oder dank der Weiterentwicklung von Technologien obsolet. Im Folgenden handeln wir drei dieser Mythen ab, denen wir regelmäßig begegnen.
Mythos: In Gegenden mit kaltem Klima funktionieren Wärmepumpen nicht.
Fakt ist: Bei allen Temperaturen über dem Nullpunkt von 0 Kelvin (- 273° C) enthält die Luft Wärmeenergie. Daher können moderne, speziell auf Gebiete mit kaltem Klima ausgelegte Wärmepumpen auch bei Temperaturen von bis zu -28 °C effizient betrieben werden. Diese Wärmepumpen sind in der Regel mit Verdichtern mit stufenloser Drehzahlregelung und mit Heißgaseinspritzung ausgestattet. Tatsache ist, dass diese Wärmepumpen in Ländern wie Schweden, Finnland und Norwegen weit verbreitet sind. Der Ausstattungsgrad der Wohngebäude mit Wärmepumpen beträgt dort 40 %.
Mythos: Wärmepumpen sind zu teuer.
Fakt ist: Die Leute rechnen oftmals nicht die durch Wärmepumpen erzielbaren langfristigen Einsparungen und auch nicht die angebotenen Förderprogramme zur Kompensierung der Investitionskosten ein. So sorgen Wärmepumpen z. B. über das Jahr hinweg für niedrigere Betriebskosten als Gas-Brennwertkessel.
Mythos: Wärmepumpen können kein Warmwasser bereiten.
Fakt ist: Wärmepumpen können mit bereits vorhandenen Warmwasserspeichern kombiniert werden und Warmwasser für den Gebrauch im Haushalt auf bis zu 75 °C erwärmen.
Häufig gestellte Fragen zu Wärmepumpen
Zum Schluss möchten wir noch einige Fragen beantworten, die uns häufig gestellt werden.
Wärmepumpe bei frostigen Temperaturen?
In Europa genutzte moderne Wärmepumpen sind mit modernen Technologien ausgestattet und können auch bei Temperaturen von bis zu -28 °C effizient betrieben werden.
Kann eine Wärmepumpe sowohl Wasser für den Haushalt erwärmen als auch Räume heizen?
Ja. Wärmepumpen können sowohl das Raumheizen als auch die Bereitung von Warmwasser von bis zu 75 °C bewältigen.
Muss ich mein gesamtes Heizsystem austauschen?
Nein, bei den meisten Installationen können die vorhandenen Heizkörper und Rohrleitungen weitergenutzt werden. In manchen Fällen können jedoch modernere Wärmeabgabesysteme für die optimale Effizienz sorgen.
Welche Stromkosten verursacht eine Wärmepumpe?
Wärmepumpen erreichen eine Energieeffizienz von 300 % bis 400 %. Das bedeutet, dass Wärmepumpen bis zu drei- bis viermal weniger Strom verbrauchen als Elektroheizungen. In Kombination mit vom Nutzungszeitpunkt abhängigen Tarifen und Solaranlagen sind die Betriebskosten niedriger als beim Heizen mit Gas.
Wie laut sind Wärmepumpen?
Bei modernen Geräten im Normalbetrieb messen wir Schallpegel von etwa 38 Dezibel in einem Abstand von drei Metern. Das entspricht einem Flüstern und ist leiser als die Strömungsgeräusche der Abgasanlage mancher Gas-Brennwertkessel.
Kann ich meine Wärmepumpe auch von unterwegs steuern?
Na klar! Wir leben im Jahr 2026, und deine Heizung sollte genauso smart sein wie dein restliches Leben. Mit unserer Onecta App hast du dein gesamtes System immer in der Hosentasche. Du kannst die Temperatur vom Büro aus regeln, deinen Energieverbrauch in Echtzeit überwachen oder einen „Urlaubsmodus“ aktivieren, damit du bei deiner Rückkehr in ein optimal vorgeheiztes (oder im Sommer vorgekühltes) Zuhause kommst.
Kernaussagen: Wie funktioniert eine Wärmepumpe?
In Europa werden Wärmepumpen die Zukunft des Heizens von Wohngebäuden prägen. Wärmepumpen sorgen für beständigen Wohnkomfort und erreichen gleichzeitig signifikante Senkungen bei CO₂-Emissionen und Energiekosten. Da Wärmepumpen bereits vorhandene Wärmeenergie transportieren, anstatt Wärmeenergie zu erzeugen, stellen Wärmepumpen eine der intelligentesten und effizientesten Möglichkeiten zum Erreichen eines nachhaltigen Wohngebäudes dar. Dank technischem Fortschritt und steigender Akzeptanz werden Wärmepumpen in Zukunft eine immer bedeutendere Rolle beim Erschaffen von klimafreundlichem und erschwinglichem Wohnraum spielen.
- Wärmepumpen transportieren Wärmeenergie, anstatt Wärmeenergie zu erzeugen, und realisieren so effizientes postfossiles Heizen und Kühlen.
- Dank der Flexibilität aufgrund der Vielzahl von verschiedenen Typen von Wärmepumpen – luftgespeist oder erdwärmegespeist – findet sich für nahezu jedes Wohngebäude eine Lösung.
- Wärmepumpen tragen zu einer beachtlichen Senkung der von Privathaushalten verursachten CO₂-Emissionen bei, insbesondere in Kombination mit erneuerbarer Energie.
- Wärmepumpen gestalten die Zukunft von nachhaltigem Wohnkomfort.
Bereit für ein Upgrade?
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