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Die Schlüsselfaktoren der Eignung eines Wohnhauses für eine Wärmepumpe

Wohngebäudeeigentümer arbeitet in einem komfortablen Home-Office, geheizt durch eine energiesparsame Wärmepumpe

Nahezu jedes Gebäude eignet sich für das Installieren einer Wärmepumpe. Jedoch sind Energieeffizienz, Betriebsverhalten und Wirtschaftlichkeit stark von Vorbereitung, Wärmedämmung, Wärmeverlusten und Systemauslegung abhängig … In diesem Leitfaden erfährst du, was ein Gebäude geeignet für eine Wärmepumpe macht und welche Verbesserungs- und Modernisierungsmaßnahmen gegebenenfalls erforderlich sind. Zudem zeigen wir auf, wie du entscheiden kannst, ob dein Gebäude schon bereit für eine Wärmepumpe ist oder ob erst Vorbereitungen getroffen werden müssen.

Wärmepumpen – erläutert in einfachen Worten

Eine Wärmepumpe entzieht der Außenwelt Wärmeenergie und transportiert sie in dein Zuhause. Diese Wärmeenergie wird zum Heizen und bei vielen Systemen auch zur Warmwasserbereitung genutzt. Im Gegensatz zu einem Brennwertkessel erzeugt eine Wärmepumpe die Wärmeenergie nicht durch Verbrennen eines Brennstoffs. Stattdessen bringt eine Wärmepumpe lediglich bereits vorhandene Wärmeenergie an einen anderen Ort. Aus diesem Grund stellen Wärmepumpen eine hocheffiziente Lösung für das Heizen dar.

Falls du noch nicht mit dieser Technologie vertraut bist, findest du in unserem Leitfaden Wie eine Wärmepumpe funktioniert eine Erläuterung der einzelnen Schritte dieses Prozesses.

Die zwei am häufigsten anzutreffenden Typen sind:

  • Luftgespeiste Wärmepumpen: Diese Geräte entziehen der Außenluft Wärmeenergie, und das sogar bei Außentemperaturen von bis zu -15 °C. Derartige Wärmepumpen können für jedes 1 kW an verbrauchter Elektroenergie bis zu 4 kW Wärmeenergie bereitstellen.
  • Erdwärme-Systeme: Diese Geräte entziehen dem Erdreich Wärmeenergie anhand einer durch ein in das Erdreich eingelassenen Rohrleitungssystems strömenden Sole.

Beide Typen nutzen Kältemittel. Das relativ kühle Kältemittel absorbiert thermische Energie und wird dann verdichtet, wodurch sich die Temperatur des Kältemittels erhöht. Anschließend wird diese thermische Energie an das Innere des Gebäudes abgegeben. Bei manchen Modellen kann dieser Prozess umgekehrt werden und kühlt dann die Räume.

Da Wärmepumpen thermische Energie transportieren statt zu erzeugen, stammt ein großer Anteil der thermischen Energie aus der Umgebung. Dadurch sinkt die Abhängigkeit von anderen Energiequellen.

Was ist mit „für eine Wärmepumpe geeignet“ wirklich gemeint?

Die Frage der Eignung für eine Wärmepumpe lässt sich nicht einfach mit „Ja“ oder „Nein“ beantworten, sondern setzt sich aus einem Spektrum des Zusammenwirkens aller Elemente zusammen.

Diese drei Faktoren sind am wichtigsten:

  • Wärmedämmung (Wärmeverluste) – hält die Wärme im Inneren des Gebäudes
  • Heizkörper/Fußbodenheizungen – bestimmen die Art und Weise der Zufuhr von Wärme
  • Auslegung des Systems – als Voraussetzung für eine korrekte Realisierung der Lösung

Grundsätzlich kann ein Zuhause als für Wärmepumpen geeignet angesehen werden, wenn die folgenden Bedingungen erfüllt sind:

  • Die Wärmeverluste sind auf einem akzeptablen niedrigen Niveau: dank guter Wärmedämmung, gut wärmegedämmten Fenstern und nur wenig Zugluft.
  • Heizwärmetauscher können mit niedrigeren Vorlauftemperaturen betrieben werden (z. B. Fußbodenheizung oder korrekt dimensionierte Heizkörper).
  • Es ist ausreichend Platz für die Technik vorhanden: auch für ein Außengerät und, falls gewünscht, für einen Warmwasserspeicher.
  • Das System kann so konzipiert und bemessen werden, dass es die Heizlasten des Gebäudes bewältigen kann.
  • Das Gebäude kann durchgehend anstatt in kurzen Schüben hoher Intensität geheizt werden.
  • Alle erforderlichen Verbesserungen am thermischen Verhalten können kostengünstig durch Um- und Nachrüstungen wie Wärmedämmung und neue Heizkörper vorgenommen werden.

Typen von Wärmepumpen im Vergleich

Nachdem du dafür gesorgt hast, dass dein Zuhause grundsätzlich für eine Wärmepumpe geeignet ist, besteht der nächste Schritt in der Entscheidung für den für dein Gebäude und dein Budget am besten geeigneten Typ von Wärmepumpe.

Merkmal

Luftgespeiste Wärmepumpen

Erdwärmepumpen

Am besten geeignet für

Wohngebäude mit nur begrenztem Platzangebot in Städten und Vorstädten

Wohngebäude mit großen Gärten in ländlichen Gegenden

Investitionskosten

Recht niedrig

Höher (aufgrund von Erdarbeiten)

Für die Installation benötigte Zeit

Wenig (typischerweise 1 bis 2 Tage nach Vorbereitung)

Mehr (Erdaushub- oder Erdbohrarbeiten erforderlich)

Komplexität der Installation

Einfacher

Recht komplex (Gräben oder Bohrlöcher + Vermessungsarbeiten)

Im Freien benötigte Fläche

Recht anspruchslos (Abmessungen großer Klimaanlagen)

Beachtlich (Bodenfläche für Gräben bzw. Bohrlöcher)

Im Gebäudeinneren benötigter Platz

Platz für Inneneinheit, Warmwasserspeicher, Regelungstechnik

Ähnliche Ansprüche

Schallemission

Außengerät erzeugt Schall – sorgfältiges Wählen des Aufstellorts erforderlich

Sehr leise (kein Außengerät mit freiliegenden Ventilatoren)

Wahl des Aufstellorts

Hindernisfreier Luftstrom erforderlich, Freiräume zu Fenstern/Türen, kein Aufstellen in der Nähe von Pflanzen und in engen Räumen

Grundstück muss geeignet sein, Baumwurzeln vermeiden, Bodenbeschaffenheit von Bedeutung

Eignung für Standort

Ideal für Städte und Vorstädte

Am besten geeignet für ländliche Gegenden oder große Grundstücke

Energieeffizienz

Gut, jedoch von der Außenlufttemperatur abhängig

Höher und über das Jahr hinweg beständiger

Betriebsverhalten bei niedrigen Temperaturen

Bei sehr niedrigen Temperaturen weniger energieeffizient

Effizienz bleibt aufgrund gleichbleibender Temperaturen des Erdreichs erhalten

Instandhaltung

Niedrig

Sehr niedrig

Vorteile im Allgemeinen

Niedrigere Kosten und einfacher zu installieren

Energieeffizienz und Beständigkeit auf lange Sicht besser

Kernaussage: In Europa ist für die meisten Hauseigentümer eine luftgespeiste Wärmepumpe die am besten realisierbare Option. Ein solches System braucht weniger Platz und verursacht niedrigere Vorlaufkosten. Auch die Installation gestaltet sich einfacher. Erdwärmepumpen können eine höhere und stets gleiche Energieeffizienz erreichen, nehmen jedoch typischerweise eine größere Außenfläche in Anspruch, und auch die Installationskosten sind deutlich höher.

Faktoren der Eignung eines Wohngebäudes für Wärmepumpen

1. Wärmeisolierung und Wärmeverluste

Muss ein mittels Wärmepumpe zu beheizendes Gebäude über eine gute Wärmedämmung verfügen? Zwar können Wärmepumpen auch für nur mäßig wärmegedämmte Gebäude genutzt werden, bei einer besseren Wärmedämmung ist jedoch die Effizienz höher, und die Betriebskosten fallen niedriger aus.

Bei einer guten Wärmedämmung steht ein größerer Anteil der von dir bezahlten Energie zur Nutzung zur Verfügung. Dein Zuhause bleibt also länger warm, ohne dass das Heizsystem gar zu schwer arbeiten muss. Das ist bei Wärmepumpen besonders wichtig. Schließlich sind Wärmepumpen auf Effizienz bei niedrigeren, gleichbleibenden Temperaturen ausgelegt. Eine Wärmepumpe kann ein Wohngebäude mit guter Wärmedämmung einfacher und zu niedrigeren Kosten auf Wohlfühltemperatur halten.

Bei nur unzureichender Wärmedämmung entweicht die Wärme schneller über das Dach, die Wände und die Fußböden aus dem Gebäude. Dadurch muss die Wärmepumpe häufiger betrieben werden, wodurch die Effizienz sinkt und die Energiekosten steigen, wie bei jedem anderen Heizsystem auch.

Die gute Nachricht ist, dass Wärmedämmung zu den einfachsten Möglichkeiten zur Verbesserung des Betriebsverhaltens zählt. Eine Verstärkung oder Modernisierung der Wärmedämmung des Dachbodens verhindert, dass Wärme durch das Dach entweicht. Eine Wärmedämmung der Wände senkt Wärmeverluste durch Außenwände und eine Wärmedämmung des Fußbodens kann bei Gebäuden mit zugigen oder ungedämmten Fußböden einen beachtlichen Unterschied ausmachen.

Ein Installieren einer Wärmepumpe setzt keine perfekte Wärmedämmung voraus. Jedoch gilt: Je besser die Wärmedämmung ist, desto komfortabler wird dein Zuhause sein. Zudem erreicht das System bestmögliches Betriebsverhalten und höchstmögliche Einsparungen.

2. Berechnungen zu Wärmeverlusten

Berechnungen zu Wärmeverlusten decken auf, wie schnell wie viel thermische Energie aus deinem Haus entweicht. Das wirkt sich unmittelbar auf die erforderliche Heizleistung aus und ist daher von größerer Bedeutung als das Alter des Gebäudes.

Ein gut gepflegtes Reihenhaus mit moderner Wärmedämmung kann weniger Wärmeverluste aufweisen als ein vernachlässigtes modernes Gebäude. Im Rahmen einer sachgerechten Ermittlung von Wärmeverlusten wird jeder Raum gesondert abgehandelt. In die Berechnungen gehen der Aufbau von Wänden, die Gegebenheiten bei Fenstern, Luftwechselraten und Wärmebrücken ein.

Die Ergebnisse dienen als Grundlage für die genaue Bemessung der Wärmepumpe. Unterdimensionierte Geräte werden wohl kaum den Bedarf abdecken können, überdimensionierte Geräte wiederum sind unnötig teuer und aufgrund eines zu häufigen Ein-/Ausschaltens ineffizient. Werden Wärmeverluste durch gezielte Maßnahmen deutlich verringert, können selbst alte Wohnhäuser mit Wärmepumpen ausgestattet werden.

3. Heizkörper, Fußbodenheizung und Kompatibilität

Das Betriebsverhalten einer Wärmepumpe ist in hohem Maße davon abhängig, ob die Wärmepumpe mit dem Heizsystem kompatibel ist. Oftmals können bereits vorhandene Systeme entsprechend angepasst werden.

Eine Fußbodenheizung stellt den idealen Kombinationspartner dar. Fußbodenheizungen können mit niedrigeren Vorlaufwassertemperaturen betrieben werden, und bei diesen Vorlaufwassertemperaturen arbeiten Wärmepumpen am sparsamsten.

Jedoch finden sich auch viele Wohnhäuser, in denen sich eine Kombination aus Heizkörpern und Wärmepumpe bestens bewährt hat. In manchen Fällen müssen ältere, auf hohe Vorlauftemperaturen erzeugende Brennwertkessel ausgelegte Heizkörper möglicherweise gegen modernere oder größere Heizkörper ausgetauscht werden, damit auch bei niedrigeren Vorlauftemperaturen Wohlfühlklima sichergestellt ist.

Viele moderne Wohnhäuser sind bereits mit Heizkörpern ausgestattet, die auch ohne Modifikationen gut mit einer Wärmepumpe kombiniert werden können. Anhand einer von einer Fachkraft vorgenommenen Wärmeverlustanalyse kann genau ermittelt werden, welche Maßnahmen erforderlich sind.

Vorbereiten deines Zuhauses für eine Wärmepumpe

Kann in jedes beliebige Haus eine Wärmepumpe installiert werden?

Technisch gesehen, „Ja“. In nahezu jedes Haus kann eine Wärmepumpe installiert werden. Natürlich liegen sehr unterschiedliche praktische und finanzielle Gegebenheiten vor.

Es gibt schrittweise Vorgehensweisen, durch die sich auch schwierige Wärmepumpenprojekte realisieren lassen. In einem ersten Schritt verbessert der Eigentümer die Wärmedämmung. Anschließend werden die Heizwärmetauscher modernisiert, und erst dann wird das Wärmepumpensystem installiert.

Eine professionelle Begutachtung durch einen zertifizierten Installateur ist unabdingbar. Fälle, in denen eine Installation aus physischer Sicht nicht machbar ist, sind sehr selten. Die entscheidenden Punkte sind Optimierung und Investitionskosten.

Wesentliche Erwägungen vor dem Installieren einer Wärmepumpe

Nahezu alle Immobilien können mit Wärmepumpen ausgestattet werden. Das Schaffen der Voraussetzungen für eine Installation sind natürlich von den konkreten Gegebenheiten des Wohngebäudes abhängig. Ein Intallateur bewertet typischerweise Folgendes:

  • Platz für das Außengerät
  • Falls gewünscht, Raum für einen Warmwasserspeicher
  • Bereits vorhandene Heizkörper und/oder Fußbodenheizungen
  • Derzeitiger Grad der Wärmedämmung
  • Belastbarkeit und Anschlüsse Elektroinstallation

Moderne Wohngebäude mit Fußbodenheizungen oder großen Heizkörpern sind schon von Grund auf hervorragend geeignet. Aber auch ältere Gebäude stellen kein Problem dar, insbesondere bei Auslegung auf geeignete Vorlauftemperaturen und korrekter Dimensionierung der Heizwärmetauscher. Eine gute Wärmedämmung, wie die Dämmung von Dachböden und Hohlwänden und der Einbau von Fenstern mit Doppelverglasung, können das Betriebsverhalten um ein Vielfaches verbessern. Das steigert die Energieeffizienz und senkt die Betriebskosten. Wärmepumpen können jedoch, eine korrekte Auslegung des Systems vorausgesetzt, über eine breite Vielfalt von Graden der Wärmedämmung energiesparsam betrieben werden.

In Abhängigkeit von Land und Region stehen ggf. staatliche Fördermöglichkeiten zur Verfügung, durch die du die Installationskosten abmildern kannst.

Checkliste zur Eignung für eine Wärmepumpe

Auch bei einer bereits gut geeigneten Wohnimmobilie gibt es kleine Verbesserungsmöglichkeiten zur Steigerung von Energieeffizienz und Wohnkomfort.

Gehe vor der Installation die folgende Checkliste durch:

  • Abdichten von Zugluftspalten
    Suche um Fenster, Türen, Rohrleitungsdurchführungen und Dachluken herum. Dichte jegliche Spalten und Risse ab, durch die Wärme entweichen könnte.
  • Ggf. Einbau moderner Fenster
    Ziehe den Einbau von Fenstern mit Doppelverglasung in Betracht. Diese Fenster verringern Wärmeverluste und tragen zur Steigerung des Wohnkomforts bei.
  • Verbessern der Wärmedämmung
    Installiere bzw. verstärke, falls möglich, die Wärmedämmung von Dachböden und Wänden. Das senkt Wärmeverluste.
  • Überprüfen von Heizkörpern und Heizwärmetauschern
    Baue in meistgenutzte Räume größere Heizkörper ein oder ziehe eine Fußbodenheizung in Betracht (insbesondere bei neuen Anbauten an ein Gebäude).
  • Überdenken des Regelungssystems der Heizung
    Realisiere oder optimiere den Zonenbetrieb und die intelligenten Regelungssysteme. Dadurch kannst du erreichen, dass nur tatsächlich genutzte Räume geheizt werden.
  • Sicherstellen der Versorgung mit Elektroenergie
    Stelle sicher, dass in deinem Zuhause eine Wärmepumpe betrieben werden kann. Bei manchen Gebäuden ist ein Aufrüsten der Elektroinstallation erforderlich.
  • Planen der Entwicklung in Phasen
    Du musst nicht alles auf einmal erledigen: Strecke Nachrüstungen über die Zeit. Das lindert Kosten und Belästigungen.
Ein Pärchen entspannt in einem warmen Wohnzimmer, geheizt durch eine luftgespeiste Daikin Wärmepumpe
Eine Familie kocht in einer modernen, durch eine Wärmepumpe beständig geheizten Küche

Platzangebot, Grundrisse und praktische Gesichtspunkte

Neben Überlegungen zur Gesamtenergieeffizienz beeinflusst auch der Grundriss deines Zuhauses die Entscheidung für ein konkretes System.

Der Aufstellort des Außengeräts muss sorgfältig durchdacht werden. Um das Gerät herum muss ausreichend Freiraum für einen ungehinderten Luftstrom und Zugang zu Instandhaltungsmaßnahmen vorhanden sein. Zudem muss der Ort so gewählt werden, dass Störungen durch Betriebsgeräusche möglichst vermieden werden. Platziere eine Wärmepumpe möglichst nicht in die Nähe von tief verwurzelten Pflanzen und nicht in Bereiche mit nur unzureichendem Luftstrom.

Geräte wie eine hydraulische Inneneinheit und ein Warmwasserspeicher oder Pufferspeicher beanspruchen Platz im Inneren des Gebäudes. Schnörkellose Rohrleitungssysteme verringern die Komplexität der Installation.

Außengeräte können anhand geeigneter Einzäunungen oder Hecken, die den Luftstrom nicht behindern, abgeschirmt werden.

Maximalen Nutzen aus deiner Wärmepumpe ziehen

Je höher die Energieeffizienz deines Zuhauses ist, desto günstiger gestalten sich das Betriebsverhalten der Wärmepumpe, der Wohnkomfort und die Betriebskosten. Physische Modernisierungen wie eine Verbesserung der Wärmedämmung sind wichtig, aber auch die täglichen Gewohnheiten spielen eine entscheidende Rolle beim Senken des Heizbedarfs.

Damit du den maximalen Nutzen aus deiner Wärmepumpe ziehst, solltest du intelligente Thermostate und Zonenregelungen installieren. Dadurch vermeidest du, dass gar nicht genutzte Räume geheizt werden.

Eine sinnvolle Nutzung von Warmwasser (kürzeres Duschen, wirkungsvolle Nutzung von Zeitprogrammen) senkt den Bedarf an Warmwasser. Sorge dafür, dass Temperaturen konstant gehalten werden. Das ist effizienter als ein Auskühlen mit anschließendem Aufheizen. Wärmepumpen erreichen ihre höchste Energieeffizienz im kontinuierlichen Betrieb. Ein EIN/AUS-Betrieb wie bei einem Brennwertkessel ist weniger günstig.

Auch kleine Maßnahmen wie das Schließen von Vorhängen zur Dämmerung, das Geschlossenhalten von Türen zwischen geheizten und ungeheizten Räumen und das Freihalten des Bereichs um Heizkörper herum von Hindernissen tragen unter dem Strich zur Senkung von Wärmeverlusten bei.

Für welche Wohngebäude sind Wärmepumpen möglicherweise nicht geeignet?

Zwar sind nahezu alle Wohngebäude für die Installation von Wärmepumpen geeignet, jedoch gibt es da eine kleine Minderheit, die echte Probleme bereiten kann.

Schlecht wärmegedämmte Gebäude ohne realistische Modernisierungsmöglichkeiten, z. B. unter Denkmalschutz stehende Gebäude mit strengen Einschränkungen bezüglich baulicher Veränderungen, könnten ein Problem darstellen. Derartige Fälle sind jedoch sehr selten anzutreffen, und in vielen Fällen können schon Maßnahmen wie eine bessere Wärmedämmung ein Wohngebäude für das Installieren einer Wärmepumpe geeignet machen.

Auch in Apartments können Wärmepumpen installiert werden. In diesem Fall kann es zu Problemen aufgrund eines nur beschränkten Platzangebots und eines unzureichenden Luftstroms kommen. Bei denkmalgeschützten Gebäuden bestehen Verbote bezüglich baulicher Veränderungen. Vor dem Installieren einer Erdwärme- oder luftgespeisten Wärmepumpe ist eine Genehmigung einzuholen, da die benötigten Außengeräte und Innengeräte den Charakter des Gebäudes verändern.

Bei Gebäuden, bei denen die Gefahr einer Überschwemmung bei Starkregen besteht, dürfen Wärmepumpen nicht ebenerdig aufgestellt werden. Jedoch gibt es auch bei Baudenkmälern meist Alternativen wie Aufbringung einer Wärmedämmung auf die Innenseiten von Wänden. Diese Fälle einer Nichteignung stellen lediglich die Ausnahme von der Regel dar.

Planung und Genehmigungen

In fast allen EU-Ländern fallen die meisten luftgespeisten Wärmepumpen unter „nicht baugenehmigungspflichtig“. Das heißt, dass bei Einhaltung bestimmter Bedingungen keine behördliche Baugenehmigung erforderlich ist. Jedoch sind Vorschriften bezüglich Schallpegeln, Störung des Erscheinungsbilds und Abständen zu Grundstücksgrenzen einzuhalten.

Bei denkmalgeschützten Gebäuden ist prinzipiell eine Genehmigung einzuholen. Vor dem Installieren einer Erdwärme- oder luftgespeisten Wärmepumpe ist eine Genehmigung einzuholen, da die benötigten Außengeräte und Innengeräte den Charakter des Gebäudes verändern. Für Gebäude in Denkmalerhaltungsgebieten und in Naturschutzgebieten gelten möglicherweise zusätzliche Einschränkungen. Vor dem Installieren einer Wärmepumpe ist eine Baugenehmigung einzuholen.

Erwartungen an Energieverbrauch, Energiekosten und Betriebsverhalten.

Mit der Kenntnis des Zusammenhangs zwischen Energieverbrauch und Energieeffizienz können realistische Erwartungen an die Betriebskosten begründet werden.

Wärmepumpen gewinnen den größten Teil der Energie aus der Umgebung: Mit jedem 1 kW an verbrauchter Elektroenergie stellen Wärmepumpen 4 kW an Wärmeenergie bereit.

Jedoch übersteigen Strompreise normalerweise die Gaspreise je Einheit. Sämtliche Preise sind aber auch vom Markt abhängig. Bei großen, gut wärmegedämmten Gebäuden mit energieeffizienten Wärmepumpensystemen sind die Betriebskosten meist gleich oder niedriger als bei Gasheizungen. Das gilt insbesondere an Orten, an denen spezielle Stromtarife für Wärmepumpen angeboten werden.

Das Betriebsverhalten ist von der Jahreszeit abhängig: Wärmepumpen müssen insbesondere bei den niedrigen Außentemperaturen im Winter hart arbeiten. Langfristiger Nutzen ergibt sich aus dem, bei einer typischen Nutzungsdauer von in etwa 15 Jahren, niedrigen Instandhaltungsaufwand und aus der Unabhängigkeit gegenüber der Schwankungsanfälligkeit der Preise für fossile Brennstoffe.

Nächste Schritte und Support

Der beste Weg zum Ermitteln, ob dein Zuhause für eine Wärmepumpe geeignet ist, besteht in einer durch eine Fachkraft vorgenommenen Bewertung.

Im Rahmen einer gründlichen Begutachtung des Standorts können Wärmeverluste, der Grad der Wärmedämmung, bereits vorhandene Heizwärmetauscher und der verfügbare Installationsfreiraum bewertet werden. Anhand dieser Faktoren kannst du dann bestimmen, welches System am besten geeignet ist.

Daikin kooperiert mit einem Netzwerk von Installateuren, die dein Zuhause bewerten und eine zu den konkreten Gegebenheiten deines Zuhauses geeignete Lösung empfehlen können.

Fazit

Nahezu alle Wohngebäude eignen sich für Wärmepumpen, insbesondere nach ein paar zielgerichteten Verbesserungen. Du musst nicht alles auf einmal erledigen, und du brauchst kein „perfektes“ Wohngebäude, um loslegen zu können. Schon einfache Maßnahmen wie das Beseitigen von Zugluft, die Verbesserung der Wärmedämmung und die Umstellung auf moderne Heizwärmetauscher können einen bedeutenden Unterschied bezüglich Wohnkomfort, Energieeffizienz und Betriebskosten ausmachen.

Solltest du das Installieren einer Wärmepumpe in Betracht ziehen, stelle dir das als einen zu absolvierenden Weg vor, nicht als eine einmalige Angelegenheit. Bedenke in einem ersten Schritt den derzeitigen Zustand deines Zuhauses, nehme machbare Verbesserungen an den wichtigsten Punkten vor und hole dir professionellen Rat bei der Auslegung eines Systems ein, dass am besten zu deinem Zuhause und zu deinem Lebensstil passt. Entdecke die Daikin Produktpalette an Wärmepumpensystemen, und finde die für dein Zuhause am besten geeignete Lösung.

Kernaussagen

  • Nahezu alle Wohngebäude sind für das Installieren von Wärmepumpen geeignet.
    Es geht nicht um den Typ des Gebäudes, es geht um eine Kombination aus Wärmedämmung, Heizwärmetauschern und sachgerechter Auslegung des Systems.
  • Wärmepumpen arbeiten anders als Brennwertkessel.
    Wärmepumpen sorgen für beständiges Heizen mit niedrigen Vorlauftemperaturen. Daher erreichen Wärmepumpen bei Gebäuden, die in der Lage sind, thermische Energie nicht entweichen zu lassen, ihr bestes Betriebsverhalten und den höchsten Wohnkomfort.
  • Die entscheidende Verbesserung des Betriebsverhaltens wird durch Wärmedämmung erreicht.
    Eine bessere Wärmedämmung von Dachböden, Wänden und Fußböden nutzt jedem Heizsystem – macht aber insbesondere bei Wärmepumpen den großen Unterschied aus.
  • Du kannst die Eignung deines Zuhauses schrittweise im Laufe der Zeit verbessern.
    Beseitigung von Zugluftstellen, Einbau moderner Heizwärmetauscher und Modernisierung der Regelungssysteme können schrittweise erfolgen. Dadurch werden sowohl die Kosten als auch der bauliche Aufwand gestreckt.
  • Auslegung und Dimensionierung durch Spezialisten sind unabdingbar
    Eine genaue Berechnung von Wärmeverlusten und eine Installation durch einen Experten stellen sicher, dass das System effizient läuft und den Bedarf deines Zuhauses abdecken kann.