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Finde die für Wohlbefinden, Effizienz und Energiekosten optimale Klimaanlage für dein Zuhause

Ein unauffälliges, schwarzes Klimaanlagen-Wandgerät der optimalen Größe

Die Klimatisierung des Eigenheims wird in Europa nicht mehr als Luxus angesehen, sondern als ein entscheidender Faktor für Komfort und Wohlbefinden. Das gilt insbesondere bei den immer intensiveren Hitzewellen im Sommer. Eine Luft-Luft-Wärmepumpe (auch „Klimaanlage“ genannt) mit einer ungeeigneten Größe wird wahrscheinlich nicht ausreichend heizen und kühlen können bzw. viel zu viel Elektroenergie verbrauchen. Das führt zu Schwankungen der Raumtemperatur bzw. zu hohen Energiekosten.

Warum die Größe der Klimaanlage wichtig ist

Unterdimensionierte Klimaanlagen können für kein Wohlbefinden sorgen, überdimensionierte Geräte wiederum schalten sich zu häufig ein und aus. Das führt zu höherem Verschleiß und zu Problemen mit der Luftfeuchtigkeit. In Europa schossen sowohl die Energiekosten als auch die Nachfrage nach Split-Klimaanlagen in die Höhe. Die Fachleute appelieren an die Verbraucher, die erforderliche Kühlleistung in konkreten Kilowatt (kW) zu ermitteln, anstatt sich auf grobe Schätzungen zu verlassen. Durch Entscheidungen, die auf exakten Daten anstatt auf Mutmaßungen basieren, können Eigenheimbesitzer sowohl Wohlbefinden als auch Energiesparsamkeit sicherstellen.

Grundlagen der Bemessung von Klimaanlagen

Wenn wir in Europa von der „Größe“ einer Klimaanlage bzw. Luft-Luft-Wärmepumpe reden, meinen wir die Heizleistung und die Kühlleistung in Kilowatt (kW) – nicht die geometrischen Abmessungen der Klimaanlage. Die Annahme, dass je größer die Abmessungen eines Wandgeräts sind, desto höher auch seine Kühlleistung ist, ist ein weit verbreitetes Missverständnis. Wie viel Wärmeenergie ein System pro Stunde aus einem Raum abführen kann, ist vielmehr durch die in kW angegebene Ausgangsleistung vorgegeben. Die Verwendung von kW als Maßeinheit steht zudem in Einklang mit den EU-Bestimmungen zur Energieverbrauchskennzeichnung. Diese EU-Energieetiketten erleichtern den Vergleich von Produkten. Aus diesem Grund geben Bemessungstools Ergebnisse in kW an.

Die Lehre vom Kühlen

In Europa ist die normgerechte Maßeinheit zur Angabe von Leistungskennzahlen von Klimaanlagen das Kilowatt (kW). Dabei entspricht 1 Kilowatt der Fähigkeit zum Transportieren einer Wärmemenge von 1.000 Joule je Sekunde.

Für Europa gilt als Daumenregel, dass für Wohnräume mit durchschnittlichen Deckenhöhen in wärmegedämmten Gebäuden in etwa 0,1 kW je Quadratmeter benötigt werden. Bei der Bestimmung konkreter Werte müssen jedoch die Nutzung der Räume, das Klima am Standort und die Eigenheiten des Gebäudes berücksichtigt werden.

Berechnung der korrekten Größe des Geräts – eine Schritt-für-Schritt-Anleitung

Schritt 1: Beurteilung des Raums

Eine korrekte Bemessung beginnt mit dem Ausmessen des Raums, der geheizt bzw. gekühlt werden soll. Zuerst multiplizierst du die Länge mit der Breite in Metern. Das ergibt die Fußbodenfläche in Quadratmetern (m²). Beispiel: ein Raum mit 5 m Länge × 4 m Breite hat eine Fußbodenfläche von 20 m². Falls du mehrere Geräte in deinem Zuhause installieren möchtest, z. B. ein Gerät im Schlafzimmer und ein Gerät im Wohnzimmer, messe jeden Raum gesondert aus. Die für verschiedene Räume konkret benötigten Kühlleistungen können sehr unterschiedlich ausfallen.

Auch die Raumhöhe ist wichtig: Die meisten Bemessungsregeln nehmen eine übliche Raumhöhe von 2,4 m an. Höhere Räume, z. B. 3 m, haben einen um 25 % größeren Rauminhalt und benötigen daher auch eine entsprechend höhere Kühlleistung. In einem solchen Fall berechnest du die Kubikmeter (Länge × Breite × Höhe). Dadurch kannst du sicherstellen, dass das Kühlsystem das tatsächliche Luftvolumen bewältigen kann.

Eine entscheidende Rolle spielt die Wärmedämmung: Für ein 20 m² großes Schlafzimmer mit guter Wärmedämmung und Doppelverglasung sind möglicherweise 2 kW ausreichend, für ein an der Sonnenseite gelegenes Schlafzimmer derselben Größe mit schlechter Wärmedämmung hingegen sind wohl eher 2,5 kW erforderlich. Große Fenster in Richtung Süden oder Westen erhöhen die Wärmelast. In diesen Fällen ist daher eine um 10 bis 20 % höhere Leistung anzusetzen. Hier findest du eine Tabelle mit Richtwerten:

Art des Raums

Fußbodenfläche (m²)

Deckenhöhe

Heizleistung und Kühlleistung (kW)

Kleines Schlafzimmer

20

2,4 m

ca. 2

Wohnzimmer

35

2,4 m

ca. 3,5

Offene Küche mit Wohnzimmer

40

2,4 m

ca. 4

Die genaue Beurteilung der Räume ist das Fundament einer korrekten Bemessung. Bei Weglassen dieses Schritts besteht die Gefahr, dass du zu viel investierst oder dass deine Klimaanlage zu viel Energie verbraucht und nicht für das gewünschte Wohlbehagen sorgen kann.

Schritt 2: Überlegungen zur vorgesehenen Nutzung des Raums

Auch die Art und Weise der Nutzung eines Raums wirkt sich auf die Heizlast und die Kühllast aus. So finden sich z. B. in Küchen zusätzliche Wärmequellen wie ein Backofen, ein Kochfeld und weitere Haushaltsgeräte. Daher wird in Küchen üblicherweise eine um 10 bis 20 % höhere Kühlleistung benötigt als in Wohnzimmern derselben Größe. Auch in Kleinbüros mit mehreren Computern und in Medienzimmern mit viel Unterhaltungselektronik ist eine höhere Kühlleistung erforderlich. Bezüglich der Raumbelegung solltest du für jede Person bei Nutzung von über zwei Personen ca. 0,18 kW hinzuaddieren. So wird z. B. für ein Wohnzimmer von 25 m², in dem sich üblicherweise vier Personen aufhalten, eher eine Leistung von 3 kW anstatt von 2,5 kW benötigt.

Ebenfalls von Bedeutung ist die Raumaufteilung: In einem durchgehenden Bereich mit einer Fläche von 50 m² mag ein einzelnes Gerät von 5 kW ausreichen. In einem Zuhause mit mehreren Räumen würden jedoch mehrere kleinere Geräte energiesparsamer sein und besser für Wohlbefinden sorgen können. Bei aus mehreren Geräten bestehenden Systemen entfällt das übliche Problem, dass ein einziges Gerät nicht alle Räume gleichmäßig kühlen kann. Bei sorgfältiger Einbeziehung von Raumnutzung und Raumaufteilung kann sichergestellt werden, dass in jedem Bereich die benötigte Kühlleistung vorgehalten wird. Zudem werden Überdimensionierungen vermieden.

Schritt 3: Ermitteln der Klimazone des Standorts

In unterschiedlichen geografischen Regionen herrschen unterschiedliche Klimata. Natürlich wirkt sich das konkrete Klima unmittelbar auf den Heiz- und Kühlbedarf aus. In kühleren, gemäßigten Regionen wie Belgien oder Nordfrankreich reichen für ein Wohnzimmer von 30 m² möglicherweise schon 3 kW aus. In wärmeren Mittelmeerregionen wie Südspanien werden für denselben Raum eher 3,6 kW benötigt – also eine um 20 % höhere Leistung – da hier die Außentemperaturen höher sind und die Kühlsaison länger andauert.

Sollte ich mich für ein Monosplit- oder für ein Multisplit-System entscheiden?

Der Typ des Systems wirkt sich auf die Bereitstellung der Kühlleistung aus. Ein Monosplit-System besteht aus 1 Innengerät und 1 Außengerät und eignet sich ideal für einzelne Räume. Bei einem Multisplit-System sind mehrere Innengeräte an 1 Außengerät angeschlossen – perfekt für Wohnungen mit mehreren Räumen, die unterschiedliche Kühlleistungen benötigen. Bei Kanalsystemen sind die Innengeräte in Decken oder Wände eingebaut und verteilen die Luft durch Lüftungsöffnungen. Diese Systeme finden sich oft in Neubauten und in größeren Immobilien.

Ergibt sich aus der Beurteilung der Räume ein Bedarf an mehreren Geräten unterschiedlicher Leistung – sagen wir, ein Gerät mit 3,5 kW für das Wohnzimmer und ein Gerät mit 2 kW für das Schlafzimmer – wäre ein Multisplit-System möglicherweise energieeffizienter als eine Umsetzung mit zwei Einzelsplit-Systemen. Die Entscheidung wirkt sich auf Komplexität und Kosten der Installation und auch auf die Ästhetik aus.

Häufige Fehler bei der Bemessung – und ihre Vermeidung

Eine der gefährlichsten Stolperfallen ist das Überdimensionieren – eine Anschaffung „auf Verdacht“ führt zu einem Betrieb mit häufigen, kurzen Ein/Aus-Zyklen, höheren Betriebsgeräuschen und nicht zufriedenstellender Luftfeuchtigkeit. Ein unterdimensioniertes Gerät bleibt durchgängig eingeschaltet. Das treibt die Energiekosten in die Höhe und verkürzt die Nutzungsdauer.

Weitere Fehler sind die Nichtberücksichtigung der Wärmedämmung und der Ausrichtung der Fenster nach Himmelsrichtung und Raumhöhe. Auch das Verlassen ausschließlich auf Beurteilungen nach Gefühl anstatt genauer Berechnungen von kW gehört dazu.

Ein Mann und eine Frau sitzen in einem hellen Raum vor einem großen Fenster. Draußen scheint die Sonne. Hinter ihnen an der Wand ein schwarzes Klimaanlagen-Wandgerät
Weißes Klimainnengerät über einer Tür, die von einem hellen Wohnzimmer mit weißen Wänden und mit einem cremefarbenem Sofa in ein Esszimmer mit einem Tisch vor einem großen Fenster führt

Abgleichen der Größe auf Wohlbefinden und Lebensstil

Die Entscheidung für ein Gerät mit der passenden Leistung in kW ist eine entscheidende Voraussetzung für einen leisen Betrieb und individuelles Wohlbefinden, ganz nach dem Lebensstil eines jeden einzelnen Nutzers. Ein über- oder unterdimensioniertes Gerät kann zu hohe Betriebsgeräusche, zu häufiges Ein/Aus-Schalten und eine ungleichmäßige Temperaturverteilung verursachen. Ein korrekt bemessenes System hingegen funktioniert gleichmäßiger und leiser und hält die Temperaturen konstant, ganz ohne abruptes Ein- und Ausschalten.

Überlegungen zur Energieeffizienz

In der EU sind SEER und SCOP wichtige Kennzahlen bezüglich der Energieeffizienz von Klimaanlagen im Kühl- bzw. Heizbetrieb.

Kühlen

Eine korrekte Bemessung erhöht unmittelbar die Energieeffizienz. In der EU wird die Energieeffizienz anhand des Wertes Jahresarbeitszahl im Kühlbetrieb (SEER, Seasonal Energy Efficiency Ratio) angegeben – je höher der SEER, desto höher ist die über die ganze Kühlsaison hinweg betrachtete Energieeffizienz. Die Berechnung des SEER-Werts ist in der Norm EN 14825 vorgegeben und erfolgt durch Messen der über eine Kühlsaison hinweg erzeugten Kälteleistung, dividiert durch den Gesamtverbrauch an Elektroenergie.

Halte in Europa Ausschau nach Geräten höchstmöglicher Energieeffizienz, zu erkennen an einer SEER-Klasse A+++ (≥ 8,5) bzw. A++ (6,1–8,5)

Bei korrekter Bemessung ist sichergestellt, dass das System in seinem optimalen Betriebsbereich genutzt wird. Das vermeidet kurze und häufige Ein/Aus-Zyklen, die zu einem Absinken der Energieeffizienz führen. Ein gut bemessenes System mit hohem SEER-Wert kann über seine Nutzungsdauer hinweg sowohl bares Geld als auch CO₂-Emissionen einsparen – europaweite Schätzungen sprechen von Einsparungen von ca. 340 € an Energiekosten je konformem Gerät. Achte bei der Auswahl eines Systems unbedingt auf die EU-Energieverbrauchskennzeichnung, mit Blick auf den SEER-Wert im Teillastbetrieb, und vergiss nicht, dass die Energieeffizienz in der realen Welt auch von Installation, Wärmedämmung und Instandhaltung abhängt.

Heizen

SCOP steht für „Seasonal Coefficient of Performance“ und ist die Jahresarbeitszahl im Heizbetrieb. Dieser Wert ist ein Maß für die Energieeffizienz einer Wärmepumpe beim Heizen eines Raums über die gesamte Heizsaison hinweg. Die Berechnung des SCOP-Werts ist in der Norm EN 14825 vorgegeben. Dieser Wert gibt an, wie viel Heizleistung (in kW) ein System über die Heizsaison hinweg erzeugt, dividiert durch den Gesamtverbrauch an Elektroenergie (ebenfalls in kW).

Je höher der SCOP-Wert, desto besser ist die Energieeffizienz im Heizbetrieb. Geräte mit hervorragendem Betriebsverhalten im Heizbetrieb weisen SCOP-Werte größer als 3,5 auf. Die SCOP-Werte sind grundsätzlich kleiner als die SEER-Werte (weil Heizen mehr Energie benötigt). Ein hoher SCOP bedeutet dennoch energiesparsames Heizen. Solltest du in einer Region mit eher kaltem Klima wohnen oder den Heizbetrieb öfters als den Kühlbetrieb nutzen, ist bei der Entscheidung für ein System der SCOP-Wert besonders wichtig.

Wann du für die Bemessung einen Experten hinzuziehen solltest

Zum Berechnen genauer Ergebnisse und zur Planung der Installation empfehlen wir eine Überprüfung durch einen Fachmann. Installationsfirmen sind vom Fach und können all diese Faktoren beurteilen und detaillierte Berechnungen von Wärmelasten vornehmen. Damit ist eine Auslegung mit Geräten mit den korrekten kW gegeben. Auf diese Weise stellst du sicher, dass deine Investition zu einem System mit optimalem Betriebsverhalten bei Heizen und Kühlen und dadurch zu Wohlbefinden und Energieeinsparungen führt, und das über eine lange Nutzungsdauer hinweg. Beratungen und Berechnungen durch Experten vermeiden die Gefahr von Über- oder Unterdimensionierung und von damit im Zusammenhang stehenden Problemen wie laute Betriebsgeräusche, Energieverschwendung und ungleichmäßige Temperaturen.

Fazit und Kernaussagen: Entscheidung treffen für eine Klimaanlage mit der korrekten Größe

Eine korrekt bemessene Klimaanlage gibt durchgängig Wohlbefinden und erreicht die optimale Effizienz, und auch die Betriebskosten sind vorhersagbar. Eine Beratung durch einen Experten sorgt dafür, dass du stets die am besten geeigneten Geräte kaufst und über lange Zeit ein System mit hervorragendem Betriebsverhalten genießen kannst. Ein korrekt bemessene System vermeidet Überlastung und Ineffizienz und sorgt über das ganze Jahr hinweg für konstante Raumtemperaturen. Zudem ist ein solches System leiser im Betrieb, lässt sich besser regeln und spart auf lange Sicht Kosten für Energie und für Instandhaltung.

Kernaussagen

  • Unterdimensionierte Geräte können nicht für Wohlbefinden sorgen, überdimensionierte Geräte schalten zu häufig ein und aus.

  • Berechne Kühlleistungen/Heizleistungen in kW, nicht nach Abmessungen der Geräte.

  • Beziehe Raumgröße, Raumhöhe, Wärmedämmung, Ausrichtung von Fenstern und Raumbelegung ein.

  • Für Wohnhäuser mit mehreren Räumen sind Multisplit-Systeme ideal geeignet.

  • SEER-Wert und SCOP-Wert drücken die Energieeffizienz im Kühlbetrieb bzw. im Heizbetrieb aus – EU-Energieverbrauchskennzeichnung beachten.

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