Umweltschutz: Heute an die Zukunft denken

 

EnvironmentSeit Ende des zweiten Weltkriegs hat die rasante technologische Entwicklung viel dazu beigetragen, dass die Gesellschaft die Hinterlassenschaften einer zerstörten Wirtschaft und einer tiefgreifenden industriellen und wirtschaftlichen Rezession überwinden konnten. Die Industrienationen konnten Wohlstand, Gesundheit und Sicherheit ihrer Bürger erfolgreich sichern. Aber eben diese positiven Entwicklungen brachten auch eine Vielzahl negativer Begleiterscheinungen für die Umwelt mit sich, die viel zu lange unbeachtet blieben. In den Nachkriegsjahren wurden die Grundelemente des Lebens – Luft, Wasser und Erde – ununterbrochen einer immer stärkeren Verschmutzung ausgesetzt, ohne dass die möglichen verheerenden Auswirkungen auf nachfolgende Generationen in irgend einer Form berücksichtigt wurden.

Es zeugt jedoch von der Genialität des Menschen, dass eben diese Technologien nun auch zur Rettung beitragen, indem beispielsweise die Schäden der Ozonschicht und die daraus resultierenden langfristigen Konsequenzen ungefilterter ultravioletter Strahlung auf den Menschen analysiert werden können. Ähnlich werden die wachsende Bedrohung durch die globale Erwärmung und die daraus erwachsenden Klimaveränderungen ermittelt.

Nun werden auch die Regierungen aktiv, und eine Vielzahl entsprechender Gesetze zur Verwendung von Giftstoffen und der Bildung von Produktabgasen bremst allmählich die sinnlose Zerstörung der Umwelt.

Die EU ist hinter Japan führend in der Einführung von Gesetzen und Richtlinien, die diese Probleme an der Wurzel packen. Nicht zuletzt ist dabei die EU-Richtlinie für Elektro- und Elektronikaltgeräte WEEE und die daraus resultierende Richtlinie zur Beschränkung der Verwendung gefährlicher Substanzen in diesen Geräten zu erwähnen. Eine Schlüsselforderung dieser zuletzt genannten Richtlinie ist die Ersetzung verschiedener Schwermetalle (vor allem Blei, Quecksilber, Cadmium und sechswertiges Chrom) sowie bestimmter bromierter Entflammungsverzögerer in neuen Elektro- und Elektronikgeräten ab 1. Januar 2008.

Daikin hat es sich zum Ziel gesetzt, dass sich bis Ende 2006 keine dieser Substanzen mehr in den Klimaanlagen befinden. Die Verwendung von bleihaltigen Lötmitteln wird bis Ende dieses Jahres vollständig eingestellt. Zwei der neuen Hauptmodelle, darunter das gerade eingeführte Modell VRV II, sind bereits frei von diesem Stoff.

Als führender Hersteller von Klimaanlagen für den Privat-, Gewerbe- und Industriebereich sowie den dazu benötigten Kältemitteln unterliegt Daikin selbstverständlich allen diesen Beschränkungen. Seit einigen Jahren allerdings kommt das Unternehmen internationalen Gesetzen regelmäßig zuvor, indem es eigenständig Umweltschutzmaßnahmen definiert, die die gesetzlichen Richtlinien weit vor den geforderten Stichtagen erfüllen.

Bereits 1992 beispielsweise stellte Daikin die Produktion von Kältemitteln auf Chlorkohlenwasserstoffbasis ein und begann damit, sie in seinen eigenen Geräten durch HFC R-407C zu ersetzen. Darüber hinaus führte das Unternehmen sein eigenes Umweltverwaltungssystem ein (Environment Management System EMS), mit dem Daikin bereits früh die ISO14001-Zertifizierung erlangte. Ziel von EMS ist eine vollständige Vermeidung von Schadstoffemissionen und Ressourcenverschwendung. Dabei steht die Reduzierung und Wiederverwendung sowie das Recyclen aller verfügbaren Ressourcen und Materialien im Vordergrund. 

Außerdem müssen alle bei Daikin entwickelten Produkte den EU-Richtlinien für den Einsatz gefährlicher Substanzen entsprechen, wodurch garantiert wird, dass nach Rückführung keinerlei Abfall anfällt und so viele Ausgangsmaterialien wie möglich recycelt werden. Tatsächlich liegen die Ansprüche von Daikin in dieser Hinsicht noch über den Anforderungen der EU und setzen ein Erreichen der Zielsetzungen bereits ein Jahr vor den offiziellen Stichtagen voraus. 

Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die WEEE-Zielsetzungen zwischen 2006 (Abfallbeseitigung, Mülldeponien und Verbrennung usw.) und 2008 (Ersetzung gefährlicher Substanzen usw.) umgesetzt worden sein müssen. Die von Daikin selbst aufgestellten Umweltschutzanforderungen und die erfolgreiche Umsetzung seit 2001 hingegen stellen sich folgendermaßen dar:

2001 konnte Daikin allein in Japan durch Veränderungen im Produktionsprozess die CO2-Emission um 8.000 Tonnen und den Wasserverbrauch um 15.000 m3 verringern. Außerdem konnte durch Umstellung auf umweltfreundliche Verpackungsmaterialien und ein Umgestalten der Verpackung das Abfallaufkommen um 92 Tonnen reduziert werden. Ein weiterer Höhepunkt war 2001 die Rückführung von ca. 78.000 Klimaanlagen aus Privathaushalten. Die Ressourcenrückgewinnung betrug 75 %. Erfolge im Produktionsprozess umfassten eine 36 %-ige Reduzierung von Materialverschwendung pro hergestelltem Gerät und eine 33 %-ige Reduzierung von chemischen Abfallstoffen pro Gerät bei der Herstellung. Der Kältemittelaustritt bei Produktion wurde auf unter 1 % reduziert.    

2002 konnte Daikin Japan nach Vollendung seines landesweiten Fluorkarbonwiedergewinnungs- und -beseitigungssystems 32 Tonnen Kältemittelchemikalien aus rückgeführten Produkten wiedergewinnen. Außerdem erzielte Daikin beim Wettbewerb um das umweltfreundlichste Unternehmen 2002 in Japan unter 800 Teilnehmern für all diese Maßnahmen Platz 32. 

Daikins neuer Unternehmensplan FUSION 2005 hat weitere klare Umweltschutzziele gesetzt. Bis 2005 werden alle gefährlichen Substanzen aus den Produkten eliminiert, und mit der sogenannten „Green Procurement Policy“ stellt Daikin sicher, dass dies auch von den Zulieferern garantiert wird. Für alle Prouktionsstätten von Daikin gilt das Ziel, bis 2005 basierend auf den Werten von 2000 den Energie- und Wasserverbrauch um weitere 5 % zu senken. Schließlich wird der verstärkte Einsatz der Invertertechnologie und weitere Innovationen in der Produktpalette die COP-Werte und die Energieeffizienz maximieren. Das Unternehmen schätzt, dass die Reduzierung der CO2-Emmisionen aufgrund dieser Maßnahmen über einen durchschnittlichen Produktlebenszyklus von 15 Jahren gesehen allein in Japan 12 Millionen Tonnen betragen wird.

Diese Anstrengungen von Daikin wurden auf internationaler Ebene belohnt. 2002 erhielt das Unternehmen den begehrten „Stratospheric Ozone Protection Award“ der Umweltschutzbehörde der USA (Environmental Protection Agency EPA) für seine Leistungen im Hinblick auf die Reduzierung von ODP-Materialien sowie den Hauptpreis des Global Environment Awards des Japan Industrial Journal. In Europa erhielt das Daikin-Werk in Ostende das „Milieu Charter Of West Flanders“-Zertifikat für 4 Jahre strengster Einhaltung von Anforderungen im Hinblick auf Energie- und Wasserverbrauch.